Rallye 2013 – Tag 7:
Auf nach Asien

Rallye 2013 – Tag 7:
Auf nach Asien

Der letzte Tag am Bosporus begann für uns schon zur Morgendämmerung, gab es doch für heute einen straffen Zeitplan. Neben den Reden des Türkischen Verkehrsministers, des Europa- und Sportministers sowie des Istanbuler Bürgermeisters welche die Freundschaft zwischen der Türkei und Deutschland lobten, sollte es heute einen Massenstart im „La Mars Stil“ an der Blauen Moschee mit Zeitfahrt durch den Stadtverkehr zum Fährhafen geben.

Pünktlich um 11 Uhr versammelten sich alle Teamchefs mit den Autoschlüsseln auf der Bühne. Der Europaminister gab das „GO“ und alle Teamchefs sprinteten zu ihren Autos um im Massenstart zu loszufahren.

Bereits im Vorhinein hatten wir uns abgesprochen. Ulf als Navigator und Beifahrer des Frontera hatte die optimale Route durch die Stadt ausgearbeitet, Fred fuhr das Führungsfahrzeug im Team BorderCounter uns Simon sollte als Passat-Pilot „so dicht wie möglich“ dranbleiben.
So schlängelten wir uns in einem Tempo durch den Istanbuler Stadtverkehr, bei dem uns sogar einige Türkische Taxifahrer „den Vogel zeigten“. Bei diesem Tempo und einem Fahrzeugabstand von durchschnittlich unter einem halbem Meter blieben einige leichte teaminterne Fahrzeugberührungen nicht aus.
In einer Rekordzeit von 13:44 Minuten erreichten wir als eines der ersten Teams den Fährhafen und überquerten auf der ersten Fähre den Bosporus Richtung Asien.

Angekommen in „Asiatisch Istanbul“ mussten wir laut Roadbook nur Ausschau nach den „Allgäu-Orient-Schildern“ halten und diesen bis in den „Rallye-Park“ folgen. Einziges Problem war, dass wir auch nach anderthalb Stunden planlosen Umherfahrens keines dieser Schilder gefunden haben. Wir nutzten also zum ersten Mal unseren „Telefonjoker“.

Über soziale Netzwerke ließen wir uns eine Anfahrtsbeschreibung zu einer großen Grünfläche geben, die wir als Parkanlage vermuteten. Bereits bei der Anfahrt stellte sich auf den letzten hundert Metern allerdings heraus, dass es keine Parkanlage, sondern eine Kaserne des türkischen Militärs samt Truppenübungsplatz ist. Glücklicherweise fanden wir nach weiterer vergeblicher Suche, mittlerweile zusammen mit weiteren Teams eine Polizeistreife, die unser Ziel kannte.
Mit Blaulicht und Sirene wurden wir im Konvoi zum so genannten Rallye-Park, eine Grünfläche am Rande eines Dorfes bei Istanbul eskortiert.

Nach den obligatorischen Reden von Europaminister und Bürgermeister pflanzten wir unsere Bäume, in unserem Fall eine Fränkische Buche als Zeichen der Freundschaft und nahmen Samen für Rotföhrenbäume, wie sie in diesem Teil der Türkei häufig anzutreffen sind entgegen ehe es für uns weiter zu unserem nächsten Fahrerlager nach Ankara ging.

Tagsziel in Ankara war das Gelände der Cankaya-Universität, wo die Studenten für uns „ein großes Fest“ veranstalten wollten.
Die Suche nach besagter Universität gestaltete sich aber ähnlich kompliziert wie die Suche nach dem Park in Istanbul. Weder einheimische, lokale Studenten noch ein Blick auf die „Live-Tracking-Karte“ konnte uns helfen – Die Teams waren noch über die ganze Stadt verteilt.

Wie schon in Istanbul eskortierte uns letztendlich auch in Ankara die Polizei zu unserem Fahrerlager im Innenhof der Universität. Studenten waren allerdings keine mehr vor Ort, die Planmäßige Ankunft der Rallye-Teams hatte sich nämlich wegen Verzögerungen beim Rallye-Park in Istanbul sowie aufgrund der Suche nach der richtigen Universität um 4 Stunden verschoben.
Statt mit Türkischen Studenten feierten wir nun im kleinen Kreise zusammen mit den anderen Rallye-Teilnehmern bis ins Morgengrauen.

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